Unser Spiellokal in Senden

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Vom Schafstall in den Sportpark: DJK Westfalia Senden feiert 70-jähriges Bestehen

Sieben Jahrzehnte voller rasanter Ballwechsel, packender Aufstiegskampfe und starker Gemeinschaft: Der reine Tischtennis-Verein DJK Westfalia Senden feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen.

Die Erfolgsgeschichte begann am Pfingstsonntag 1956, als der Verein offiziell aus der Taufe gehoben wurde. Die erste Sportstätte der Vereinsgeschichte – untergebracht in einem ehemaligen Schulraum nahe der Kirche – trug damals nicht ganz zu Unrecht den urigen Beinamen „Schafstall“. Doch die Aktiven um ihren Gründungsvorsitzenden Karl Wittek waren pragmatisch und zufrieden: Sie hatten ein festes Dach über dem Kopf und funktionierende Spielplatten. Nach drei Jahren war dieses Provisorium Geschichte und die Tischtennisspieler zogen in die Turnhalle der Hauptschule um.

Heute, exakt 70 Jahre später, hat sich die Dimension des Vereins massiv verändert: Die Aktiven trainieren mittlerweile dreimal pro Woche davon zweimal an bis zu 18 Platten in der “alten” Doppelturnhalle im Sportpark Senden.

Dass der Verein heute so gesund dasteht, war jedoch kein Selbstläufer. Dass die Westfalia nicht immer auf der sportlichen „Wolke 7“ schwebte, zeigte sich im Krisenjahr 1967, als der Spielbetrieb mangels aktiver Spieler zeitweise komplett eingestellt werden musste.

Die Wende brachte eine Zufallsbegegnung Ende 1969: Der frisch nach Senden gezogene Ulrich Röttger suchte eine Möglichkeit, aktiv Tischtennis zu spielen, und stattete dem damaligen Vorsitzenden Karl Wittek einen Besuch ab. Zu diesem Zeitpunkt gab es lediglich eine Gruppe Jugendlicher, die einmal wöchentlich ohne Teilnahme am offiziellen Spielbetrieb in der Hauptschulturnhalle trainierte. Wittek griff begeistert zu, als Röttger anbot, die „Wiederbelebung“ des Vereins in die Hand zu nehmen.

Die Initiative sprach sich in Senden schnell herum. Schon nach wenigen Wochen füllte sich das Training wieder mit Jugendlichen und Erwachsenen. Unter ihnen war auch Klaus Kuhlmann, Gründungsmitglied der ersten Stunde der DJK (und somit heute “Dienstältester”). Das erklärte Ziel: die Rückkehr in den offiziellen Spielbetrieb des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV). Im Jahr 1974 war es schließlich so weit und die erste Herrenmannschaft konnte wieder zu Meisterschaftsspielen antreten.


(v.l. Ulrich Röttger, Klaus Kuhlmann und Carsten Busche)

Seit dieser Initialzündung hat die DJK Westfalia Senden eine stete Aufwärtsentwicklung vollzogen und ist heute ein fester, unverzichtbarer Bestandteil im Sportgeschehen der Gemeinde.

Aktuell zählt der Verein rund 140 Mitglieder. Wie lebendig der Spielbetrieb ist, zeigt die Bilanz der abgelaufenen Saison: Die DJK schickte sechs Senioren- und drei Jugendmannschaften im TT-Bezirk Hohe Mark/Münsterland ins Rennen.

Ihr rundes Jubiläum feiert die DJK Westfalia im Kreis der Vereinsfamilie. Geplant ist am 13.06.2026 ein geselliger Tag für die Erwachsenen, der mit einer gemeinsamen Aktion startet und bei einem gemütlichen, anschließenden Grillen ausklingt. Am 27.06.2026 feiert die Jugend in ähnlicher Weise mit Sport, Spiel und Spaß.

(offizieller Artikel für die WN, Carsten Busche)

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